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WENG

Besonders erwähnenswert ist die auf einem Hügel gelegene spätgotische
Kuratiekirche St. Georg, die 1468 vollendet wurde. Die ST. GEORGSKIRCHE zu WENG
konnte somit 1968 ihr 500-jähriges Bestehen feiern. Ein Schlussstein im
Chorgewölbe trägt die Jahreszahl 1468. Die Stifter der Kirche sind Hans
der Fraunberger zu Haag auf Massenhausen und seine Ehefrau Anna, eine geborene
Marschalkin zu Pappenheim. Noch zu Lebzeiten ließ sich die Stifterin für
sich und ihren Ehemann im Jahr 1472 das herrliche Hochgrab mit der Grabplatte
aus Rotmarmor errichten, ein besonders wertvolles Stück. Die Adelsfamilie
der Fraunberger zu Haag wollte hier ein Kollegiatstift errichten. Das schön
geschnitzte, gotische Chorgestühl und eine kostbare Pergamenthandschrift
(heute in der Bayerischen Staatsbibliothek München) erinnern noch daran.
Von der reichen Ausstattung sind vor allem die gotischen Glasfenster und das Hochgrab
hervorzuheben. Der mächtige Hochaltar wurde 1688 von dem Schreinermeister
Tobis Kidl aufgerichtet; die Figuren schnitzte der Freisinger Bildhauer Johann
Christoph Thalhammer. Neben der hohen Qualität von Haupt- und Seitenaltären
fällt auch der Auferstandene und die Madonna mit dem Kind, das einen Apfel
trägt, auf. Die beiden Plastiken sind aus Sandstein. Der Grund für die
Errichtung der Kirche ist in legendenhafte Erzählungen eingebettet. Die Kirche
soll zusammen mit der Kirche von Inhausen und Johanneck eine Sühnekirche
sein. Das Benefizium Weng wurde im Jahr 1875 errichtet von den Eheleuten Barth,
Wirtsleute zu Unterbruck. Deren Grab befindet sich im Friedhof zu Weng.
